MEIN WEG

Meinen ersten Kontakt zum Orientalischen Tanz bekam ich in der Studienzeit während des Aufenthalts im Frauenferienhaus in Zülpich. Es hieß, eine Frau hätte einen Kurs belegt; leider traute sie sich nicht uns sehr interessierten Frauen etwas davon zu zeigen. Wieder zuhause in Bonn suchte ich in einer Buchhandlung nach Literatur über Bauchtanz und fand ein kleines Büchlein mit Tanzanweisungen.

Nach einem erfolgreichen Abschluss als Lehrerin durfte ich einer Tochter das Leben schenken. Leider mit Kaiserschnitt. Ein Jahr später nahm mich eine Freundin mit zum Bauchtanz in der VHS in Bonn. Vor nunmehr 28 Jahren waren diese Angebote noch rar.

Bedauia Dietlinde Karkutli hatte erst wenige Jahre zuvor den Bauchtanz aus dem Orient mit nach Frankfurt gebracht. Von Amerika schwappten auch gerade die ersten Wellen zu uns herüber über den Teich.

Die Tanzbegeisterung hielt sich anfangs in Grenzen, da die Musik - vor allem die Saidimusik - aufgrund der Rhababa für uns EuropäerInnen sehr sehr gewöhnungsbedürftig ist. Und die merkwürdigen Beckenbewegungungen kamen mir vor, als würde ich rohes Holz bearbeiten. Gegen Ende des ersten Kurses wechselte mein anfängliches Unbehagen in pure Leidenschaft. Und da es noch anderen Frauen so ging, baten wir eine Frau aus dem fortgeschrittenen Kurs uns über die Ferien zu unterrichten.

Nach den beiden Kursen in der VHS entdeckte ich die Studios von Shahrazad, Ishtar und Shirin in Köln. Dort bekam ich Unterricht bei Gamal Seif, Alaa el Din, Shahrazad, Nelly Mazloum, Beata Zadou, Nur Banu, Momo Kadous, Saida, Amaya, Morocco, Dietlinde B. Karkutli, Reza, Prof. Hassan Khalil, Shirin, Hossam Ramzy, u.v. Anderen.

Tanzreisen führten mich mit Ishtar durch Ägypten, viele Male zu Nelly Mazoum nach Griechenland und mit Leyla Youvana und Roland in die Türkei. Bei Bruno Assenmacher und Baytekin hatte ich Trommelstunden.

In einer zweijährigen bauchtanzpädagogischen Ausbildung lernte ich u.a., welche gesundheitlichen Auswirkungen das Bauchtanzen auf den weiblichen Körper und die Psyche hat, insbesondere auf den Bewegungsapparat, den Hormonhaushalt , in der Schwangerschaft und Geburt. Und bekam die Bestätigung dafür, dass Kaiserschnitte häufig überflüssig sind!!! In meinen Kursen bekam ich häufiger die Rückmeldung, dass Frauen, die eigentlich nicht schwanger werden konnten es nach einigen Stunden Bauchtanz doch wurden. Eine andere Frau brachte ihr drittes Kind nach zwei Kaiserschnitten auf natürliche Weise zur Welt !! Eine junges Mädchen bekam einen regelmäßigen Zyklus. Die Liste der positiven Auswirkungen der orientalischen Tanzbewegungen ist lang und sollte besser erfahren werden als gelesen.

Therapeutische und gesundheitliche Ausbildungen mit Schwerpunkt Bewegungsapparat fügen sich sehr gut in mein Konzept des achtsamen und bewussten Umgehens mit dem Körper und mit sich Selbst ein.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben. Und freue mich auf die, die da noch kommen werden.